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Das Wohngeld
Neufassung des Wohngeldrechtes ab 1.1.2001
Wer erhält nach den derzeit geltenden gesetzlichen Regelungen Wohngeld nach dem Wohngeldgesetz
Ihr Anspruch auf Wohngeld hängt von folgenden Faktoren ab
Auf Wohngeld besteht ein Rechtsanspruch
Wohnkosten (Miete oder Belastung)
Der Höchstbetrag
Mietstufen der Gemeinden
Monatliches Einkommen
Werbungskosten
Pauschalabzug (für Steuern und Abgaben vom Einkommen)
Unterhaltszahlungen
Freibeträge
Sozialhilfe und Wohngeld
Kein Anspruch auf Wohngeld
Änderung des Anspruchs
Was ist bei der Antragstellung zu beachten?
Die Berechnung des Wohngeldes
Glaubwürdigkeit
Wann erhöht sich das laufende Wohngeld ?
Wann kann das laufende Wohngeld wegfallen?

Ihr Anspruch auf Wohngeld hängt von folgenden Faktoren ab

  • Der Anspruch auf Wohngeld ist abhängig von folgenden Faktoren:
    • Anzahl der zum Haushalt rechnenden Familienmitglieder
    • dem örtlichen Mietniveau (Mietstufe)
    • von Alter und Ausstattung des Wohnraumes
    • Höhe der Miete oder Belastung
    • dem Einkommen
    • den Werbungskosten
    • den gewährten Freibeträgen
    • Unterhaltsverpflichtungen für Kinder, geschiedene oder getrennt lebende Eheleute

Auf Wohngeld besteht ein Rechtsanspruch

  • Jeder, der die Voraussetzungen erfüllt, sollte seinen Anspruch geltend machen und bei seiner Stadt oder Gemeinde zuständigen Wohngeldstelle einen Antrag stellen. Bitte beachten Sie dabei, das Wohngeld nur ab dem Monat der Antragsabgabe rückwirkend gezahlt wird (Stempel der Gemeinde oder Stadt).

Wohnkosten (Miete oder Belastung)

Die Miete

  • Es ist zu unterscheiden, zwischen der tatsächlich zu bezahlenden monatlichen Miete und der nach Wohngeldgesetz zu berücksichtigenden Miete.
  • Nicht berücksichtigt werden:
    • Kosten für Stromverbrauch (ausgenommen Treppenhausbeleuchtung)
    • Heizungskosten (pauschal 0,80 EUR pro m² oder Nachweis niedrigerer Kosten)
    • Kosten für Warmwasserversorgung (pauschal 0,15 EUR pro m² oder Nachweis niedrigerer Kosten)
    • Untermietzuschläge
    • Beträge für Teil-/Vollmöblierung
    • Vergütungen für Kühlschrank, Waschmaschine, Garage, Stellplatz, Garten
  • Außerdem sind eventuelle Einnahmen aus Untervermietung oder sonstige finanzielle Zuwendungen zur Bezahlung der Miete abzuziehen.
  • Bei Bewohnern eines Heimes sind als Miete die in § 8 WoGG festgelegten Höchstbeträge anzusetzen.

Die Belastung

  • Genau wie bei der Miete wird bei Besitzern einer Eigentumswohnung oder Eigenheims zwischen der tatsächlichen Belastung und der berücksichtigten Belastung unterschieden.
  • Die monatliche Belastung setzt sich wie folgt zusammen:
Belastungen aus dem Kapitaldienst
  • Belastungen aus dem Kapitaldienst sind Zinsen und Tilgung; Bürgschaftskosten; Erbbauzinsen, Renten und sonstige wiederkehrende Leitungen zur Finanzierung; Prämien für Personenversicherungen zur Rückzahlung von Festhypotheken und Bausparverträge, wenn der angesparte Betrag für die Rückzahlung verwendet wird.
Instandhaltungs- und Betriebskosten
  • Pauschal können geltend gemacht werden:
    • 20,00 EUR pro m² Wohnfläche jährlich bzw.
    • 01,67 EUR pro m² Wohnfläche monatlich umgelegt.
Grundsteuern
  • Die Grundsteuer kann als Belastung in voller Höhe abgezogen werden.
Verwaltungskosten
  • Verwaltungskosten sind nur anzusetzen, wenn sie an einen Dritten, z.B. ein Wohnungs- oder Siedlungsunternehmen zu leisten sind. Ihre Höhe ist vom Antragsteller nachzuweisen.

Von der berücksichtigten Belastung abzuziehen:

Garagen
  • Für jede Garage die Gegenstand der Wohngeld-Lastenberechnung ist, wird ein Betrag von 20,42 EUR monatlich umgelegt (245 EUR/ Jahr) von der Belastung abgesetzt. Um diesen Betrag verringert sich also die berücksichtigte Belastung. Ist die Garage an Dritte vermietet, dann ist ein Betrag von mindestens 15,33 EUR monatlich (184 EUR/Jahr) von der Gesamtbelastung abzuziehen.
  • Erhalten Sie für die Überlassung der Garage bzw. Garagen an Dritte ein jeweils höheres Entgelt, so ist natürlich dieses Entgelt in voller Höhe anzusetzen.
Einnahmen
  • Falls Sie einen Teil der Gesamtfläche des Gebäudes oder der Wohnung anderen entgeltlich überlassen haben (zum Beispiel bei Vermietung), so sind die Einnahmen von der monatlichen Belastung abzuziehen.

Der Höchstbetrag

  • Die berücksichtigte Miete oder Belastung wird jedoch nur dann berücksichtigt, wenn sie niedriger als der vom Wohngeldgesetz festgelegte Höchstbetrag ist.
    Der Höchstbetrag ist abhängig von der Anzahl der zum Haushalt zählenden Personen, der Mietstufe, Wohnraumalter und Ausstattung.
  • Die über bestimmten Höchstbeträgen liegenden Aufwendungen werden nicht berücksichtigt. Die Höchstbeträge richten sich nach
    • Mietenstufe der Gemeinde,
    • Haushaltsgröße,
    • Alter und
    • Ausstattung des Wohnraums

Mietstufen der Gemeinden

  • Mit der Wohngeldverordnung (WoGV) werden die sogenannten Mietstufen festgelegt. Anhand dieser Mietstufen wird festgelegt, welche Miet/Belastungs-Höchswerte bei der Berechnung des Wohngeldes berücksichtigt werden können. Derzeit gibt es 6 Mietstufen, die nach folgenden Kriterien unterteilt sind:
    • Datum der Bezugsfertigkeit der Wohnung bis zum 31.12.1965, wobei unterschieden wird in Wohnraum ohne Sammelheizung und Bad und Wohnraum mit Sammelheizung und Bad.
    • Datum der Bezugsfertigkeit bis 31.12.1991 und
    • Datum der Bezugsfertigkeit ab 1.1.1992.
    • Ferner werden den Städten ab 10 0000 Einwohner und den darunter liegenden Gemeindeverbänden eigene Mietstufen zugeordnet.

Monatliches Einkommen

  • Maßgebend für die Wohngeldberechnung ist das im Bewilligungszeitraum (12 Monate ab der Antragstellung) zu erwartende Familien-Einkommen.
  • Das Familien-Jahreseinkommen setzt sich zusammen aus:
    • Gehälter, Löhne
    • Einkünfte aus Kapitalvermögen (Zinsen, Dividenden)
    • Leistungen nach dem BaFöG zur Hälfte
    • Unterhaltshilfe nach dem Lastenausgleichsgesetz zur Hälfte
    • Arbeitslosengeld, Krankengeld, Übergangsgeld, Mutterschaftsgeld, Insolvenzgeld, Winterausfallgeld, Arbeitslosenhilfe
    • Einkünfte aus geringfügigen Beschäftigungen (z.B. 400,00Euro Jobs)
    • Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung, Ruhegelder, Witwen- u. Waisengelder Unterhaltszahlungen
    • Sozialhilfe (laufende Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem BSHG , dem Asylbewerbergesetz und dem Bundesversorgungsgesetz nur insoweit, als diese Leistungen die bei der Berechnung berücksichtigten Kosten für den Wohnraum übersteigen.
  • Zwar wird bei der Wohngeldberechung zunächst das Jahreseinkommen aus Ihren Angaben ermittelt, allerdings wird bei der Berechnung des Wohngelds selbst mit den monatlichen Durchschnittswerten gerechnet.
  • Zum Einkommen zählen alle positiven Einkünfte nach §2 Abs.1 und 2 Einkommensteuergesetz (EStG). Als Einkünfte zählen bei den Einkunftsarten: Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb, selbständige Arbeit, der Gewinn, und bei den Einkunftsarten aus nichtselbständiger Arbeit, Kapitalvermögen, Vermietung und Verpachtung sowie sonstiger Einkünfte im Sinn des § 22 EStG, der Überschuss der Einnahmen nach Abzug der Werbungskosten.

    Das Kindergeld bleibt bei der Einkommensermittlung von vornherein außer Betracht !
    Auch Erziehungsgeld und Pflegegeld aus der Pflegeversicherung wird nicht angerechnet. Zwar muss dies auf Wohngeldanträgen angegeben werden, bei der Wohngeldberechnung selbst bleibt diese Einkommensart jedoch unberücksichtigt. Dazu zählt natürlich auch das Wohngeld selbst.

    Vom Arbeitgeber gewährte steuerfreie Auslösungen für Montagetätigkeiten dürfen ebenfalls nicht dem Einkommen angerechnet werden. Hiervon profitieren insbesondere viele Arbeitnehmer aus den Neuen Bundesländern, die bei einem Zeitarbeitsunternehmen beschäftigt sind und unter der
    Woche in den alten Ländern arbeiten.
  • Kein Verlustausgleich
  • Verluste bei einer Einkommensart, zum Beispiel aus selbständiger Tätigkeit, können nicht durch Absetzung von anderen Einnahmen oder von Einnahmen eines anderen Familienmitgliedes ausgeglichen werden.
  • Zum Einkommen zählen auch die Einkünften aus Kapitalvermögen: Dabei ist es unerheblich, wie viel Kapitalvermögen Sie haben. Maßgebend ist nur, welchen Gewinn Sie in Form von den Zinsen, Renditen, Dividenden etc. daraus erzielen.

Werbungskosten

  • Werbungskosten sind insbesondere
    • Aufwendungen des Arbeitnehmers für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, Beiträge zu Berufsständen,
    • Aufwendungen für Arbeitsmittel,
    • notwendige Mehraufwendungen bei beruflich bedingter doppelter Haushaltsführung.
  • Als Werbungskosten sind bei der Wohngeldberechnung mindestens pauschal abzuziehen:
    • von Löhnen und Gehältern 87,- Euro (ab 2004 sind es 76,70 Euro) monatlich von
    • Kapitalvermögen mindestens 4,17 Euro monatlich umgelegt absetzbar.
    • für Rentner beträgt die Pauschale 8,50 Euro monatlich.
  • Grundsätzlich orientiert sich das Wohngeldgesetz auch hier bei der Umsetzung am Einkommenssteuergesetz. Vor allem seit Einführung der Entfernungspauschale zum 1. Januar 2001 können viele Arbeitnehmer von wesentlich höheren Werbungskosten ausgehen, die sie geltend machen können. Dadurch kommen nun auch Familien in den Genuss von Wohngeld, die bis dato aus der Berechnung herausgefallen sind.

    Seit Jahresbeginn 2002 beträgt die verkehrsmittelunabhängige Entfernungspauschale 36 Cent für die ersten 10 km und 40 Cent ab dem 11. km, bezogen auf die einfache Entfernung für Fahrten zwischen Wohnung und Betrieb. Tägliche Mehrfachfahrten bleiben dabei unberücksichtigt !
    Wenn Ihre Werbungskosten bei heranziehen der Entfernungspauschale im gleichen Jahr einen Betrag von 5112 Euro übersteigen, so sind die tatsächlichen Kosten anzusetzen (und natürlich durch Belege nachzuweisen). Bei Einsatz eines privaten Pkw für Dienstreisen, oder bei wechselnden Arbeitseinsätzen ist die Pauschale von 30 Cent je tatsächlich gefahrenem Kilometer anzusetzen. Auch hier müssen die tatsächlichen Kosten herangezogen werden, wenn Sie mehr als 40.000 km im Jahr als Werbungskosten ausweisen. Vor allem Arbeitnehmer, die eine Montagetätigkeit ausüben und dazu ihr eigenes Fahrzeug benutzen ist die Pauschale von 30 Cent je gefahrenen Kilometer besonders interessant.

    Falls Sie von Ihrem Arbeitgeber Fahrtkosten erstattet bekommen, ist diese Erstattung bei der Angabe der Werbungskosten zu berücksichtigen bzw. abzuziehen. Die erhöhte Pauschale von 30 Cent je gefahrenen Kilometer gilt gleichermaßen für Unternehmer, die ein privates Fahrzeug für berufliche Zwecke nutzen und nicht mehr als 40.000 km im Jahr damit als Werbungskosten ausweisen. Das gilt auch wenn Sie zum Beispiel arbeitslos sind und an einer Weiterbildungsmaßnahme teilnehmen. Wenn diese Weiterbildung nicht länger als drei Monate dauert, so können Sie mit der 30 Cent Pauschale für den gefahrenen Kilometer zwischen Wohnung und Ausbildungsstätte geltend machen. Dauert die Maßnahme länger als drei Monate, so ist die Entfernungspauschale für die Ermittlung der Werbungskosten heranzuziehen. Wenn Sie Fahrtkosten erhalten, sind diese von dem sich ergebenden Werbungskosten abzuziehen. In diesem Fall können Sie natürlich nur den Differenzbetrag geltend machen.

    Sie müssen die Werbungskosten nachweisen können. Machen Sie eine Aufstellung der Werbungskosten für die vergangenen zwölf Monate und lassen Sie sich diese von ihrem Arbeitgeber bestätigen oder weisen Sie die entstandenen Werbungskosten durch Belege oder sonstige Bescheide nach.
  • Eine Aufstellung der Werbungskosten sollte keine Beträge beinhalten. Wichtig sind folgende Angaben:
    • Datum, Anzahl der Arbeitstage während des Einsatz, Entfernungskilometer je Tag, Fahrzeit je Tag und die Summenwerte.
    • Wenn Sie auf Ihrem Wohngeldantrag als Erwerbstätiger (oder in Ausbildung) oder zum Haushalt zählende Familienmitglieder keine Angaben machen, dann werden 87 Euro monatlich (1044 Euro/ Jahr) angesetzt.

Pauschalabzug (für Steuern und Abgaben vom Einkommen)

  • Jeweils 10 Prozent pauschalen Abzug vom Einkommen gibt es bei Familienmitgliedern die Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung, Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung und Steuern vom Einkommen entrichten.
  • Den Pflichtbeiträgen zur gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung sind laufende Beiträge mit entsprechender Zweckbestimmung gleichgestellt. Dies sind z.B. freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung- oder Rentenversicherung, Beiträge zur privaten Krankenversicherung oder Beiträge für Lebensversicherungen, soweit sie von einem Familienmitglied für sich oder ein zum Haushalt rechnendes Familienmitglied entrichtet werden.
  • Der pauschale Abzug beträgt in jedem Fall mindestens 6 Prozent ! Dies gilt auch, wenn Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe oder Sozialhilfe bezogen werden.

Unterhaltszahlungen

Unterhaltszahlungen für geschiedene oder dauernd getrennt lebende Ehegatten

  • Angaben über die Höhe der Unterhaltszahlungen für nicht zum Haushalt rechnenden geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten werden mit maximal 500,- Euro monatlich (jährlich 6000,00 Euro), bzw. bei sonstigen nicht in Wohn- oder Wirtschaftsgemeinschaft lebenden Unterhaltsberechtigten sowie bei vorübergehend untergebrachten Familienmitgliedern in Höhe von 3000,00 Euro jährlich, berücksichtigt. Falls Sie weniger aufwenden müssen, wird entsprechend der tatsächliche Betrag angesetzt.

Unterhaltszahlungen für nicht zum Haushalt rechnende Familienmitglieder

  • Der monatliche Höchstbetrag, der bei der Wohngeldberechnung berücksichtigt wird, beträgt 250 Euro je Person. Falls der tatsächliche Betrag niedriger ist, kann auch nur dieser Betrag berücksichtigt werden. Wenn Sie beispielsweise Unterhalt für mehrere Kinder bezahlen müssen, so dürfen Sie nicht den Gesamtunterhalt einfach durch 2 teilen, da es in diesen Fällen zu einer Fehlberechnung kommen kann.
  • Angenommen Sie müssen für zwei Kinder Unterhalt bezahlen. Nehmen wir weiterhin an, Sie bezahlen für das erste Kind monatlich 300 Euro, für das zweite Kind dagegen nur 200,- Euro. Dann wird Ihnen als Unterhaltsleistung für das erste Kind 250 Euro angerechnet und für das zweite Kind 200,- Euro. Es werden Ihnen also insgesamt nur 450 Euro als Unterhaltszahlungen anerkannt, obwohl Sie in der Summe eigentlich mehr als 2x 250 Euro bezahlen.

Freibeträge

  • Freibeträge gibt es für zum Haushalt zählende Familienmitglieder,
    • die schwerbehindert sind mit einem Behinderungsgrad von 100 oder
      bei einem Behinderungsgrad von 80 und gleichzeitiger häuslicher Pflegebed ü rftigkeit 1500,00 Euro jährlich,
    • Schwerbehinderte mit einem Behinderungsgrad unter 80 und häuslicher Pflegebedürftigkeit jährlich 1200,00 Euro.
    • Opfer der NS-Verfolgung und Ihnen Gleichgestellten im Sinne des Bundesentsch ä digungsgesetz monatlich 62,50 EUR (700,00 Euro jährlich)
    • Freibetrag für Alleinerziehende mit Kindern unter 12 Jahren von 50,- EUR monatlich
    • Kinder mit eigenem Einkommen bis zu 50,- EUR monatlich, wenn Sie das 16. Lebensjahr vollendet und das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
  • Falls ein zu Ihrem Haushalt zählendes Familienmitglied sich in Ausbildung befindet, auswärts untergebracht ist und Unterhalt von einem anderen zum Haushalt zählenden Familienmitglied erhält, so kann ein Pauschalbetrag von maximal 250,- EUR monatlich als Freibetrag angesetzt werden. Falls die tatsächlichen Kosten darunter liegen, so ist dieser Betrag anzugeben !

Sozialhilfe und Wohngeld

  • Wohngeldberechtigte, die zugleich Sozialhilfe oder Kriegsopferf ü rsorge erhalten, brauchen in der Regel keinen Wohngeldantrag mehr zu stellen. Sie erhalten ein pauschaliertes Wohngeld (besonderer Mietzuschuss), das zusammen mit der Sozialhilfe oder den Leistungen nach dem Bundesversorgungsgesetz gezahlt wird. Für den einzelnen Berechtigten ändert sich durch die Pauschalierung die Gesamtsumme der ihm zustehenden Leistungen nicht.

Pauschaliertes Wohngeld (besonderer Mietzuschuss)

  • Das pauschalierte Wohngeld (besonderer Mietzuschuss) erhalten:
    • Mieter oder ähnlich Nutzungsberechtigte außerhalb von Heimen, Alleinstehende oder die mit allen in ihrem Haushalt lebende Familienmitglieder,
    • die für mindestens einen Monat laufende Leistungen oder ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Bundesversorgungsgesetz oder nach Bestimmungen erhalten, die auf das Bundesversorgungsgesetz verwiesen, oder die Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Bundessozialhilfegesetz erhalten.

Verhältnis pauschaliertes Wohngeld zu genau berechnetem Wohngeld

  • Liegen die Voraussetzungen für die Gewährung des pauschalierten Wohngeldes vor, so kommt ein Antrag auf Gewährung eines genau berechneten Wohngeldes nicht in Betracht. Wurde allerdings genau berechnetes Wohngeld vor der Inanspruchnahme von Leistungen der Sozialhilfe/ Kriegsopferfürsorge bewilligt, wird es bis zum Ablauf des Bewilligungszeitraums in der berechneten Höhe weitergewährt.

Kein Anspruch auf Wohngeld

  • Kein Wohngeld wird bewilligt, wenn mit dem Wohngeld vergleichbare Leistungen aus öffentlichen Kassen gewährt werden oder wenn für eine von mehreren Wohnungen schon Wohngeld oder eine vergleichbare Leistung gewährt wird, wenn ein Familienmitglied im Jahr der Antragstellung Vermögensteuer entrichten musste oder wenn die Inanspruchnahme missbräuchlich wäre.
  • Wohngeld wird auch nicht gewährt für Wohnraum, der von Personen während der Zeit benutzt wird, in der sie vom Familienhaushalt vorübergehend abwesend sind, ferner soweit ein Antragberechtigter, der mit Personen, die keine Familienmitglieder sind, eine Wohn- und Wirtschaftsgemeinschaft führt, besser gestellt wäre als im Rahmen eines Familienhaushalts entsprechender Größe.

Änderung des Anspruchs

  • Die Höhe des Wohngeldanspruchs kann sich im laufenden Bewilligungszeitraum ändern, wenn sich die Zahl der zum Haushalt rechnenden Familienmitglieder erhöht (zum Beispiel durch Geburt eines Kindes) oder sich die zuschussfähigen Wohnkosten um mehr als 15 % erhöhen oder sich das Familieneinkommen um mehr als 15 % verringert.
  • In den für ein bestimmtes Berichtsvierteljahr nachgewiesenen endgültigen Daten über die Höhe des Wohngeldanspruchs sind alle Anträge enthalten, deren Bewilligungszeitraum in dem jeweiligen Vierteljahr liegt, also auch in späteren Vierteljahren erfolgte rückwirkende Bewilligungen abzüglich eventueller nachträglicher Rückforderungen. Rückwirkende Bewilligungen sind möglich, wenn sich die zuschussfähigen Wohnkosten rückwirkend um mehr als 15 % erhöhen und die Familienmitglieder die Erhöhung nicht zu vertreten haben.

Was ist bei der Antragstellung zu beachten?

  • Bei der Antragstellung auf Wohngeld ist folgendes zu beachten:
    • Wohngeld wird nicht rückwirkend gewährt.
    • Wohngeldanspruch beginnt frühestens mit dem Antragsmonat. Alle im Antrag auf Wohngeld gemachten Angaben müssen belegt und nachgewiesen werden, dazu ist dem Antrag jeweils eine Kopie des Nachweises beizufügen.

Welche Nachweise sind erforderlich?

  • Es sind folgende Nachweise erforderlich:
    • Personalausweis
    • Einkommensnachweise, z.b. Verdienstbescheinigung, bei Selbständigen: letzter Einkommensteuerbescheid, Gewinn- und Verlustrechnung, Rentenbescheid, Arbeitslosengeld- oder Arbeitslosenhilfebescheid, Kindergeldbescheid, Bescheid über Unterhaltsvorschuss, Sozialhilfebescheid
    • Ausbildungsvertrag, Studienbescheinigung
    • Einnahmen aus Kapitalvermögen
    • Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung
    • Mietvertrag, aktuelle Mietbescheinigung
    • Belege über Versicherungen
    • Schwerbehindertenausweis
    • Hauslasten (Fremdmittelnachweis), letzter Grundsteuerbescheid, Grundbuchauszug,
  • Wohngeld wird in der Regel erst vom Beginn des Monats an gewährt, in welchem der Antrag im Bürgerbüro oder bei der Wohngeldstelle eingegangen ist. Für zurückliegende Zeiträume gibt es kein Wohngeld. Wohngeld wird in der Regel für 12 Monate bewilligt.
  • Über den Wohngeldantrag entscheidet die örtliche Wohngeldstelle in angemessener Frist.
    Die Entscheidung enthält eine Begründung und eine Rechtsbehelfsbelehrung.
  • Wenn der Wohnraum vor Ablauf des Bewilligungszeitraumes vom Antragsteller und allen zum Haushalt wohnenden Familienangehörigen nicht benutzt oder das Wohngeld nicht zur Bestreitung der Wohnkosten verwendet wird, besteht kein Anspruch auf diese Leistung.

Die Berechnung des Wohngeldes

  • Berechnet wird das monatliche Wohngeld mit der Formel:
    • M - ( a + b * M + c * Y ) * Y .
  • Dabei ist wie folgt vorzugehen:

Ermitteln der sogenannten a-b-c Werte

Je nach Anzahl der zum Haushalt zählenden Personen werden zunächst die entsprechenden abc-Werte aus der folgenden Tabelle in die Wohngeldformel übernommen:

Haushaltsgröße

a

b

c

Personen

1

0,0630000000

0,0007963000

0,0000910200

2

0,0570000000

0,0005761000

0,0000643100

3

0,0550000000

0,0005176000

0,0000325000

4

0,0470000000

0,0003945000

0,0000232500

5

0,0420000000

0,0003483000

0,0000215100

6

0,0370000000

0,0003269000

0,0000151900

7

0,0330000000

0,0003129000

0,0087450000

8

0,0230000000

0,0002959000

0,0000074400

9

-0,0170000000

0,0002245000

0,0000352200

10

-0,0370000000

0,0001565000

0,0000554700

11

-0,0670000000

0,0001533000

0,0000568600

12

-0,0920000000

0,0001356000

0,0000618200

Ermitteln von M für die Wohngeldformel

  • M ist die gerundete, tatsächliche zu berücksichtigende monatliche Miete oder Belastung in Euro. Bei der Rundung der ungerundeten tatsächlichen zu berücksichtigenden monatlichen Miete oder Belastung.
  • Wenn M kleiner als oder gleich 50 ist, ist M auf den nächsten durch 5 ohne Rest teilbaren vollen Euro-Betrag aufzurunden, wenn M nicht bereits durch 5 ohne Rest teilbar ist.
    Wenn M durch 5 ohne Rest teilbar ist, bleibt M unverändert. Von dem sich ergebenden Betrag sind stets 2,50 Euro abzuziehen.
  • Wenn M größer als 50 ist, ist M auf den nächsten durch 10 ohne Rest teilbaren vollen Euro-Betrag aufzurunden, wenn M nicht bereits durch 10 ohne Rest teilbar ist.
    Wenn M durch 10 ohne Rest teilbar ist, bleibt M unverändert. Von dem sich ergebenden Betrag sind stets 5 Euro abzuziehen.

Ermitteln des zulässigen Miet-Höchstbetrages

  • Bevor M in die Wohngeldformel eingesetzt werden kann, muss noch überprüft werden, ob M möglicherweise größer als der zuschussfähige Höchstbetrag ist, da bei der Berechnung des Wohngeldes die Miete oder Belastung insoweit nicht berücksichtigt wird, als sie monatlich folgende Höchstbeträge übersteigt. Wenn M größer als der Höchstbetrag für die zuschussfähige Miete oder Belastung ist, so wird M durch den Höchstbetrag ersetzt. Wenn M kleiner als der Höchstbetrag für die zuschussfähige Miete oder Belastung ist, so bleibt M unverändert.
  • Wenn absehbar ist, das die berücksichtigte monatliche Miete oder Belastung größer als der Höchstbetrag ist, so kann für die Wohngeldberechnung M von vornherein durch den Höchstbetrag ersetzt werden. Dies dürfte vor allem bei Besitzern von Eigentumswohnungen und Eigenheimen die Regel sein.

    Anzahl Personen

    Mietstufe

    Höchstbeträge für Wohnraum (=M)  erstmals bezugsfertig geworden (Angaben in Euro):

    Bis zum 31.12.1965

    ab 1.10.66 - 31.12.91

    ab 1.1.92

    Sonstiger Wohnraum

    mit Sammelheizung Dusche oder Bad

     

    1

    160

    200

    215

    265

     

    2

    170

    210

    230

    280

    1

    3

    180

    225

    245

    300

     

    4

    195

    245

    265

    325

     

    5

    210

    260

    285

    350

     

    6

    225

    280

    305

    370

     

    1

    215

    265

    290

    320

     

    2

    225

    285

    310

    345

     

    3

    240

    300

    330

    365

    2

    4

    260

    325

    355

    395

     

    5

    280

    350

    380

    425

     

    6

    300

    375

    405

    455

     

    1

    255

    320

    345

    385

     

    2

    270

    340

    365

    410

     

    3

    290

    360

    390

    435

    3

    4

    310

    390

    420

    470

     

    5

    335

    420

    455

    505

     

    6

    360

    445

    485

    540

     

    1

    295

    370

    400

    445

     

    2

    315

    395

    425

    475

     

    3

    335

    420

    455

    505

    4

    4

    360

    455

    490

    545

     

    5

    390

    485

    525

    590

     

    6

    415

    520

    565

    630

     

    1

    335

    420

    455

    510

     

    2

    360

    450

    485

    545

    5

    3

    380

    480

    520

    580

     

    4

    415

    515

    560

    625

     

    5

    445

    555

    600

    670

     

    6

    475

    595

    640

    715

     

    1

    375

    470

    510

    570

     

    2

    405

    525

    570

    635

     

    3

    425

    540

    585

    655

    6

    4

    465

    580

    630

    695

     

    5

    500

    625

    675

    750

     

    6

    535

    670

    720

    805

     

    1

    415

    520

    565

    630

     

    2

    450

    580

    630

    700

     

    3

    470

    600

    650

    725

    7

    4

    515

    645

    700

    770

     

    5

    555

    695

    750

    830

     

    6

    595

    745

    780

    895

     

    1

    455

    570

    620

    690

     

    2

    495

    635

    690

    765

     

    3

    515

    660

    715

    795

    8

    4

    565

    710

    770

    845

     

    5

    610

    765

    825

    910

     

    6

    655

    820

    960

    985

Ermitteln von Y für die Wohngeldformel (Höchstbeträge)

  • Y ist das gerundete monatliche Einkommen in Euro.
  • Der Wert Y wird zunächst so ermittelt, indem alle Einnahmen aller zum Haushalt rechnenden Familienmitglieder zum sogenannten Gesamteinkommen zusammen gerechnet werden. Der zwölfte Teil hiervon ist das maßgebliche monatliche Einkommen.
Zur Ermittlung der zu berücksichtigenden Höchstbeträge für das monatliche Einkommen gelten folgende pauschalen Abzüge
  • Die Höhe des pauschalen Abzugs hängt davon ab, ob das Familienmitglied Steuern vom Einkommen beziehungsweise Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung entrichtet. Es gilt folgende Regelung:
    • 10 % Abzug, wenn das Familienmitglied Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung oder zur gesetzlichen Rentenversicherung oder Steuern vom Einkommen entrichtet (=Rentnerhaushalt)
    • 20% Abzug, wenn das Familienmitglied Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung und zur gesetzlichen Rentenversicherung oder Steuern vom Einkommen und Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung oder gesetzlichen Rentenversicherung entrichtet (= Beamtenhaushalt und Selbständige)
    • 30 % Abzug, wenn das Familienmitglied Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung und gesetzlichen Rentenversicherung und Steuern vom Einkommen zahlt (=Arbeiter/Angestelltenhaushalt oder Auszubildender).
  • Das zu berücksichtigende Einkommen darf den aus der nachfolgenden Tabelle ersichtlichen Betrag aber nicht überschreiten:

    Anzahl Personen im Haushalt

    Grenze für das monatliche Einkommen

    Entsprechendes monatliches Bruttoeinkommen

    10 %

    20 %

    30 %

    eingerechnete Werbungskostenpauschale

     

     

         102,00 EUR

      1.044,00 EUR

      1.044,00 EUR

    1

           830,00 EUR

         930,72 EUR

      1.124,50 EUR

      1.272,71 EUR

    2

        1.140,00 EUR

      1.275,17 EUR

      1.512,00 EUR

      1.715,57 EUR

    3

        1.390,00 EUR

      1.552,94 EUR

      1.824,50 EUR

      2.072,71 EUR

    4

        1.830,00 EUR

      2.041,83 EUR

      2.374,50 EUR

      2.701,29 EUR

    5

        2.100,00 EUR

      2.341,83 EUR

      2.712,00 EUR

      3.087,00 EUR

    6

        2.370,00 EUR

      2.641,83 EUR

      3.049,50 EUR

      3.472,71 EUR

    7

        2.530,00 EUR

      2.930,72 EUR

      3.374,50 EUR

      3.844,14 EUR

    8

        2.900,00 EUR

      3.230,72 EUR

      3.712,00 EUR

      4.229,86 EUR

  • Um Y zu erhalten, ist Y auf den nächsten durch 10 ohne Rest teilbaren vollen Euro-Betrag aufzurunden, wenn Y nicht bereits durch 10 ohne Rest teilbar ist. Wenn Y durch 10 ohne Rest teilbar ist, bleibt Y unverändert. Von dem sich ergebenden Betrag sind stets 5 Euro abzuziehen.

Mindestwerte für M und Y

  • Euro-Werte für M und Y, die unterhalb der folgenden Tabellenwerte liegen, müssen durch diese ersetzt werden.

Personen-Haushalt

M

Y

1

22,50 EUR

120,00 EUR

2

22,50 EUR

150,00 EUR

3

27,50 EUR

120,00 EUR

4

32,50 EUR

250,00 EUR

5

32,50 EUR

285,00 EUR

6

32,50 EUR

320,00 EUR

7

35,00 EUR

355,00 EUR

8

37,50 EUR

385,00 EUR

9

37,50 EUR

555,00 EUR

10

37,50 EUR

730,00 EUR

11

75,00 EUR

1.000,00 EUR

12

155,00 EUR

1.175,00 EUR

Formelberechnung

  • Die Anwendung der Wohngeldformel M - ( a + b * M + c * Y ) * Y gliedert sich in drei Schritte:
  • z1 = a + b + M + c * Y ;
  • z2 = z1 * Y ;
  • z3 = M - z2
  • Hierbei sind die Variablen z1, z2 und z3 als Festkommazahlen mit 10 Nachkommastellen zu berechnen.

Rundung des berechneten Wohngeldes

  • Der sich ergebende ungerundete monatliche Wohngeld (z3) ist auf den nächsten vollen Euro-Betrag aufzurunden, wenn der sich ohne Rundung ergebende restliche Cent-Betrag größer als oder gleich 50 ist. Er ist auf den nächsten vollen Euro-Betrag abzurunden, wenn der sich ohne Rundung ergebende restliche Cent-Betrag kleiner als 50 ist.

Glaubwürdigkeit

  • Wohngeld wird nur dann bewilligt, wenn der Antragsteller glaubwürdig ist. Das heißt, es ist zu prüfen, ob die Gesamteinnahmen des Antragstellers ausreichen, um den nach den Sozialhilferichtlinien ermittelten Lebensbedarf abzudecken.
  • Der Lebensbedarf wird ermittelt durch:
  • Notwendiger Bedarf nach Bundessozialhilfegesetz entsprechend dem jeweiligen Bundesland zuzüglich:
  • Sozialhilfe-Regelsätze in Deutschland gültig ab 1.7.2003

Land

Haushaltsvorstand

1. Angehöriger

Bayern

287,00 EUR

230,00 EUR

Baden-Württemberg

297,00 EUR

238,00 EUR

Berlin

296,00 EUR

237,00 EUR

Brandenburg

283,00 EUR

226,00 EUR

Bremen

296,00 EUR

237,00 EUR

Hamburg

296,00 EUR

237,00 EUR

Hessen

297,00 EUR

238,00 EUR

Mecklenburg-Vorpommern

282,00 EUR

226,00 EUR

Niedersachsen

296,00 EUR

237,00 EUR

Nordrhein-Westfalen

296,00 EUR

237,00 EUR

Rheinland-Pfalz

296,00 EUR

237,00 EUR

Sachsen

282,00 EUR

226,00 EUR

Saarland

296,00 EUR

237,00 EUR

Sachsen-Anhalt

285,00 EUR

228,00 EUR

Schleswig-Holstein

296,00 EUR

237,00 EUR

Thüringen

282,00 EUR

226,00 EUR

  • Zur Ermittlung des angemessenen Lebensbedarfs bei der Beurteilung der Glaubwürdigkeit werden folgende Faktoren herangezogen:
    • Regelsatz (siehe oben)
    • Kranken- und Pflegeversicherung
    • Heizkosten
    • Kaltmiete
  • Das ermittelte Wohngeld und die Einkünfte müssen ausreichen, den ermittelten Lebensbedarf abzudecken, andernfalls wird der Wohngeldantrag abgelehnt.
  • Nach der Verwaltungsvorschrift können auch 80 % des Sozialhilfebedarfs ausreichen. Da es sich herbei um eine Kann-Bestimmung handelt, ist die Entscheidung der Wohngeldstelle in gewisser Weise flexibel.

Wann erhöht sich das laufende Wohngeld ?

  • Das festgesetzte Wohngeld erhöht sich, wenn
    • Sich die Zahl der zum Haushalt rechnenden Mitglieder erhöht,
    • die zuschussfähige Miete um mehr als 15 % gestiegen ist
    • das anzurechnende Einkommen um mehr als 15 % sich verringert hat
  • In diesen Fällen können Sie einen Erhöhungsantrag stellen.

Wann kann das laufende Wohngeld wegfallen?

  • Das festgesetzte Wohngeld verringert sich, wenn
    • Sich die Zahl der zum Haushalt rechnenden Mitglieder verringert,
    • die zuschussfähige Miete um mehr als 15 % vermindert hat
    • das anzurechnende Einkommen um mehr als 15 % sich erhöht hat
    • der Antragsteller und alle zum Haushalt gehörenden Familienmitglieder den Wohnraum nicht mehr benutzen
    • das Wohngeld nicht zur Bestreitung der Wohnkosten verwendet wird.
  • In diesen Fällen kann die Wohngeldstelle von Amts wegen ab dem Zeitpunkt der geänderten Verhältnisse das Wohngeld neu berechnen.
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